Wann düngen?

Kalender © Uwe Schlick : PIXELIO

Kalender © Uwe Schlick : PIXELIO

Kurzum: Düngen ist die ganze Gartensaison empfehlenswert. Von März bis Mai unterstützt das Düngen Ihren Rasen beim Wachstum. Während der Sommermonate versorgt das Düngemittel die Graspflanzen mit wichtigen Nährstoffen. Und im Herbst empfiehlt sich eine kaliumreiche Düngermischung um den Rasen auf die Überwinterung vorzubereiten. Generell empfiehlt sich ein Düngerintervall von 6-8 Wochen.

 

Kurztipps - Wann und wie den Rasen düngen
⇒ Ganzjährig alle 6 -8 Wochen
⇒ nur in Hitzeperioden auf Düngen verzichten
für jede Jahreszeit gibt es spezielle Düngermischungen
besonders bei Neusaat auf die Düngermischung achten
Düngen stärkt den Rasen und vernichtet gleichzeitig Moos und Unkraut

 

Den Dünger ausbringen – so geht´s

Wolf Garten StreuwagenAbhängig von der Düngermischung sollten ca. 50 bis 100g pro m2 gleichmäßig auf der Rasenfläche verteilt werden. Die Schwierigkeit besteht hier bei dem „Gleichmäßig“. Hierbei gibt es aber kleine Helfer die uns die Arbeit erleichtern und mit der sich auch noch viel Zeit sparen lässt. Besonders gut zum Rasen düngen eignet sich ein Streuwagen* oder ein batteriebetriebener Universalstreuer. Mit dem Universal-Streuer* von Wolf-Garten habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Er eignet sich nicht nur zum Düngen, sondern auch zum Sähen und im Winter zu Salz streuen. Die Streumenge lässt sich individuell einstellen.

WOLF-Garten Universal-Streuer WE-B

Warum düngen?

Gerade bei nährstoffarmen Böden ist eine Düngung unerlässlich. Hier besteht sonst die Gefahr, dass der Rasen „verhungert“. Der richtige Dünger unterstützt den Rasen in jeder Jahresphase beim Wachstum, hilft ihm widerstandsfähiger zu werden und begünstigt dichten Halmwuchs und sattes Grün.

Düngen gegen Moos und Unkraut? – Ja genau!

Wer Probleme mit einem vermoosten Rasen hat, sollte zügig düngen! Entgegen der allgemeinen Auffassung, dass starkes Mooswachstum mit übermäßiger Feuchtigkeit und zu viel Schatten zu tun hat ist die Hauptursache für das starke Mooswachstum eine Nährstoffunterversorgung des Rasens. Hier empfiehlt es sich einen eisenreichen Rasendünger zu verwenden. Erstens „schmeckt“ das dem Moos gar nicht und zweitens führt er den Rasen schnell die nötigen Nährstoffe zu. Je besser es Ihrem Gras geht, desto schwerer wird es Moos und Unkraut haben.

 

Achtung - Exkurs Eisensulfat-Dünger
 Handschuhe tragen und Augenkontakt vermeiden
Ideal zum ausbringen wenn es trocken ist
Nicht auf Steinplatten auswerfen oder gar mit den Schuhen in die Wohnung gehen. Folge: unschöne Rostflecken
Teurere Mischungen haben Eisen in anderer Form gebunden, da ist ein verschleppen in die Wohnung oder auf Platten unwahrscheinlich

 

Welcher Dünger für welche Jahreszeit?

Hier geht´s zu den beliebtesten Rasendüngern

Für das Frühjahr eignet sich besonders ein stickstoff- und phosphorhaltiger Rasendünger. Der Stickstoff ist der Energiegeber für den Rasen und Phosphor unterstützt dabei mehr Pflanzenmasse aufzubauen – genau was in der Wachstumsphase benötigt wird.

Im Sommer, wenn die Hauptwachstumsphase vorüber ist, sollte das Verhältnis von Stickstoff und Kalium ausgeglichener sein. Lediglich bei Hitzeperioden sollte auf das Düngen verzichtet werden um den Rasen vor verbrennen zu schützen.

Im Herbst empfiehlt sich einen Dünger mit höheren Kaliumanteil. Kalium hilft den Graspflanzen die Energie zu speichern und unbeschadet über die strapaziöse Winterzeit hinweg zu kommen.

Taufrische Wiese 2 © Rainer Sturm : PIXELIO

Taufrische Wiese 2 © Rainer Sturm : PIXELIO

Dünger für die Neu- und Nachsaat

Auch hierfür hat die Industrie eine spezielle Düngermischung hergestellt. Bei dem Neusaat-Dünger ist der Stickstoffanteil reduziert und dafür mehr Phosphat verarbeitet. Grund hierfür ist, dass der junge Rasen hauptsächlich Pflanzenmasse aufbauen soll. Erst danach steht das Längenwachstum im Fokus.

Hier geht´s zu den beliebtesten Rasendüngern

Das kleine Dünger ABC

Laborausstattung © Tim Reckmann : PIXELIO

Laborausstattung © Tim Reckmann : PIXELIO

Moderne Rasendünger bestehen aus einer Kombination zahlreicher Bestandteile. Hier werden kurz die Gängigsten erläutert:

  • N Stickstoff – Energiegeber für Wachstum und Halmbildung
  • K2O Kalium – Sorgt für den Selbstschutz vor Frostschäden und Trockenheit und verbessert den Wasserhaushalt der Pflanze
  • P2O5 Phosphor – Sorgt für Mehr Pflanzenmasse und Wurzelwachstum
  • S Schwefel – verbessert den Widerstand gegen Pilzbefall und optimiert die Stickstoffausnutzung
  • MgO Magnesium – verbessert die natürliche Grünfärbung
  • FeSOEisensulfat – verbessert die natürliche Grünfärbung und wirkt gleichzeitig gegen Moos

 

Weitere Informationen für den perfekten Rasen: